Evangelische Kirchengemeinde "Zum Heiligen Kreuz" zu Kreuzwertheim

Grüß und Gott und ein Herzliches Willkommen!

Schön, dass Sie hier sind.

Hier auf unserer Homepage können Sie sich über unsere Kirchengemeinde und das Leben in ihr informieren.

Dabei ist das Wort „homepage“ durchaus wörtlich zu nehmen: Unsere Gemeinde ist uns Heimat und Zuhause: hier leben und glauben Menschen mit unterschiedlichen Berufen, aus verschiedenen Generationen und mit vielfältigen Interessen. Aber wir sind verbunden in Jesus Christus als dem einen Grund, der uns trägt.

Wir sind einander wichtig, wir hören einander zu und kommen miteinander und mit Gott ins Gespräch. Unser Gemeindeleben gestalten wir gemeinsam und kreativ.

Unsere Türen sind offen für alle Neugierigen, Mitteilsamen, Helfenden und Fragenden.

Kommen Sie doch einfach mal vorbei - wir freuen uns auf Sie.

Und nun viel Vergnügen beim Stöbern in unseren Angeboten

Bleiben Sie behütet und Gott segne Sie!

Herzlich

Ihre Pfarrerin Stephanie Wegner

Happy New Year!

Jahreslosung
Bildrechte: KG. Kreuzwertheim

Wir wünschen Euch/Ihnen allen ein friedvolles neues Jahr 2022!

Gesundheit, Glück und Wohlbefinden!

Pfarrerin Stephanie Wegner
und alle Mitglieder des
Kirchenvorstandes

Frohe Weihnacht und ein gutes neues Jahr

Konfi-Krippe
Bildrechte: Günter Herberich

Es sind merkwürdige Zeiten - beladene Zeiten. Immer noch. Und Zeiten, in denen vieles, was vermeintlich sicher war, nicht mehr unumstößlich gilt. Wie bei unseren Gewohnheiten, unseren Traditionen und Festen - wie bei unseren Gottesdiensten.

Aus den Kommentaren in den sozialen Medien sehe ich, dass viele Menschen kein Verständnis dafür haben, dass unsere Kirchen noch immer geöffnet sind.

Abwertende Verächtlichmachungen von Glaubensritualen an sich wechseln sich dabei ab mit der Forderung nach Gleichbehandlung mit anderen „Branchen“.

Der Tenor lautet dabei: Stellt euch nicht so an, Gottesdienste sind heutzutage sowieso überflüssig, das braucht eh kein Mensch mehr - und die paar Weihnachtschristen müssen sich eben mal beschränken.

Und natürlich kann ich auch zu Hause beten. Natürlich wohnt Gott weder in der Kirche noch über dem Altar, sondern ist überall da, wo Menschen ihn suchen.

Aber trotzdem ist Gottesdienst wichtig.

Denn dort sind wir miteinander verbunden durch und in dem Geist Jesu Christi und zugleich in der Gemeinschaft der Heiligen, die Gemeinde als dem Ort seines Wirkens. Gottesdienst ist nichts, was wir für Gott tun - sondern der Ort, an dem Gott an uns und für uns dient.

Deshalb feiern wir Gottesdienst - auch und gerade in diesen Zeiten - um uns das gegenseitig mitzuteilen. Um einander neu wahrzunehmen.

Um uns einander zu vergewissern. Und um uns gegenseitig in der Hoffnung und dem Glauben zu stärken, dass wir mit Gott in unserem Leben rechnen können.

Und deshalb feiern wir Gottesdienst mit allen, die kommen und suchen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr.

Stephanie Wegner 
Pfarrerin

„Seid barmherzig wie auch euer Vater barmherzig ist.“ (Lk 6, 36)

So lautet die Jahreslosung für 2021. Das Jahresmotto sozusagen.

Und es ist ein gutes Motto, besonders in diesem Jahr. Denn Barmherzigkeit ist gerade ein bisschen Mangelware.

Aber was ist denn eigentlich damit gemeint?

Für uns ist Barmherzigkeit vielleicht manchmal ein Containerwort - beliebig befüllbar, Hauptsache irgendwie mit Seelen-Wellness verbunden.

Für Jesus aber ist Barmherzigkeit ganz klar und deutlich definiert, nämlich durch unser Tun:

„Liebet eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen. Segnet, die euch verfluchen; bitte für die, die euch beleidigen. Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun, so tut auch ihnen. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch gegeben.“ - Deutlicher lässt es sich kaum sagen.

Und was er sagt, hat seine Relevanz für heute nicht verloren. Im Gegenteil.

Gerade ein Blick auf die jüngsten Ereignisse in den USA, aber auch auf unsere Gesellschaft zeigen: Barmherzigkeit ist nötiger denn je. Unser Umgang miteinander, die politische Auseinandersetzung mit gegensätzlichen Positionen und speziell die Diskussion um den richtigen Weg aus der Pandemie sind zunehmend geprägt von Unduldsamkeit. Verurteilungen der jeweils anderen Meinung sind an der Tagesordnung, die Diskussion ist geprägt von Polemik anstelle der gemeinsamen Suche nach Lösungen. Und die Kommentare in den sozialen Medien und Nachrichtenforen erliegen zunehmend der Versuchung, den Gesprächspartner zu beleidigen und zu diffamieren.

Die Nerven unserer Gesellschaft liegen blank - und wir tun gut, uns daran zu erinnern, dass auch unsere Worte nicht immer auf die Goldwaage gelegt werden sollten.

Also seien wir barmherzig - geben wir uns und einander eine Chance, gemeinsam Partei für diese unheile Welt und ihre Menschen zu ergreifen. So wie es uns Jesus Christus vorgelebt hat.

Stephanie Wegner