Grüß Gott

Grüß und Gott und ein Herzliches Willkommen! - Schön, dass Sie hier sind!

Es sind merkwürdige Zeiten - beladene Zeiten. Und Zeiten, in denen vieles, was vermeintlich sicher war, nicht mehr unumstößlich gilt. Wie z.B. bei unseren Gottesdiensten.

So ist wieder viel die Rede davon, Kirchen zu schließen, Gottesdienste zu verbieten. Zu groß ist die Angst, neue Ansteckungsherde zu schaffen.

Aus den Kommentaren in den sozialen Medien sehe ich, dass viele Menschen kein Verständnis dafür haben, dass unsere Kirchen noch immer geöffnet sind.

Abwertende Verächtlichmachungen von Glaubensritualen an sich wechseln sich dabei ab mit der Forderung nach Gleichbehandlung mit anderen „Branchen“.

Der Tenor lautet dabei: Stellt euch nicht so an, Gottesdienste sind heutzutage sowieso überflüssig, das braucht eh kein Mensch mehr - und die paar Weihnachtschristen müssen sich eben mal beschränken.

Und natürlich kann ich auch zu Hause beten. Natürlich wohnt Gott weder in der Kirche noch über dem Altar, sondern ist überall da, wo Menschen ihn suchen.

Aber trotzdem ist der Gottesdienst wichtig. Denn hier bezeugen wir Jesus Christus vor der Welt und vor uns. Hier treffen wir uns nicht als Nachbarn, Verwandte, Freunde und Fremde - sondern als Gemeinde Christi. Als Gemeinschaft seiner Zeugen.

Und nur hier nehmen wir einander auch wahr  nicht einfach als Vater und Sohn, Bruder und Schwester, Nachbarn und Fremde. Sondern als Mitzeugen und miteinander Glaubende. Als Menschen, die einander verbunden sind als Glieder am Leib Christi - egal, wie wir sonst zueinander stehen.

Im Gottesdienst sind wir miteinander verbunden durch und in dem Geist Jesu Christi. Deswegen: wer den Glauben an den Heiligen Geist bekennt - wie wir soeben - der bekennt immer auch zugleich die Gemeinschaft der Heiligen, die Gemeinde als den Ort seines Wirkens.

Deshalb feiern wir Gottesdienst - auch und gerade in diesen Zeiten - um uns das gegenseitig mitzuteilen. Um einander neu wahrzunehmen.

Um uns einander zu vergewissern. Und um uns gegenseitig in der Hoffnung und dem Glauben zu stärken, dass wir mit Gott in unserem Leben rechnen können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr.

Bleiben Sie behütet und Gott segne Sie!

Herzlich

Ihre Pfarrerin Stephanie Wegner mit Kirchenvorstand

„Seid barmherzig wie auch euer Vater barmherzig ist.“ (Lk 6, 36)

So lautet die Jahreslosung für 2021. Das Jahresmotto sozusagen.

Und es ist ein gutes Motto, besonders in diesem Jahr. Denn Barmherzigkeit ist gerade ein bisschen Mangelware.

Aber was ist denn eigentlich damit gemeint?

Für uns ist Barmherzigkeit vielleicht manchmal ein Containerwort - beliebig befüllbar, Hauptsache irgendwie mit Seelen-Wellness verbunden.

Für Jesus aber ist Barmherzigkeit ganz klar und deutlich definiert, nämlich durch unser Tun:

„Liebet eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen. Segnet, die euch verfluchen; bitte für die, die euch beleidigen. Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun, so tut auch ihnen. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch gegeben.“ - Deutlicher lässt es sich kaum sagen.

Und was er sagt, hat seine Relevanz für heute nicht verloren. Im Gegenteil.

Gerade ein Blick auf die jüngsten Ereignisse in den USA, aber auch auf unsere Gesellschaft zeigen: Barmherzigkeit ist nötiger denn je. Unser Umgang miteinander, die politische Auseinandersetzung mit gegensätzlichen Positionen und speziell die Diskussion um den richtigen Weg aus der Pandemie sind zunehmend geprägt von Unduldsamkeit. Verurteilungen der jeweils anderen Meinung sind an der Tagesordnung, die Diskussion ist geprägt von Polemik anstelle der gemeinsamen Suche nach Lösungen. Und die Kommentare in den sozialen Medien und Nachrichtenforen erliegen zunehmend der Versuchung, den Gesprächspartner zu beleidigen und zu diffamieren.

Die Nerven unserer Gesellschaft liegen blank - und wir tun gut, uns daran zu erinnern, dass auch unsere Worte nicht immer auf die Goldwaage gelegt werden sollten.

Also seien wir barmherzig - geben wir uns und einander eine Chance, gemeinsam Partei für diese unheile Welt und ihre Menschen zu ergreifen. So wie es uns Jesus Christus vorgelebt hat.

Stephanie Wegner

Musikikalische Andachten zur Passionszeit 2021

7 Wochen mit ...

 

Ab Freitag, 19. Februar starten wir um 19.00 Uhr in die Fastenzeit mit unseren musikalischen Passions-andachten in der Kirche. Eine halbe Stunde mit Musik und kurzen Lesungen - mit Rainer Lange an der Orgel und Marie Weiss-Hitzler am Cello.

 

Herzliche Einladung!

19. Februar

26. Februar

12. März

19. März

26. März

Jeweils freitags um 19.00 Uhr

Kirche „Zum Heiligen Kreuz“

in Kreuzwertheim

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